Erasmus+ Auslandspraktikum von David Lossau in Sonderborg, Dänemark

David Lossau Dnemark 2019

Für das dritte Praktikum im Rahmen meiner Erzieherausbildung hatte ich die Gelegenheit für acht Wochen in der Krippe des „Deutschen Kindergarten Broager“ zu arbeiten. Dieser gehört, zusammen mit drei weiteren Einrichtungen, dem Träger DKS (Deutsche Kindergärten Sonderborg) an. Diese vier Kindergärten bieten im deutsch-dänischen Grenzgebiet eine bilinguale Kita Versorgung an. Zwei davon liegen in der Stadt Sonderborg selbst, die beiden anderen, Rinkenaes und Broager, liegen etwas außerhalb in der Kommune Sonderborg. 

Sonderborg selbst ist eine der größeren Städte in der Gegend mit knapp 28.000 Einwohnern und auch gut für einen Städtetag geeignet, aufgrund der vergleichsweise großen und vielfältigen Innenstadt bzw. Fußgängerzone. Das Highlight war definitiv der kleine Burgerladen „Lazy Dog“ in der Innenstadt, zu dem wir an Wochenenden regelmäßig hingefahren sind. Eine Alternative wäre noch Flensburg, da auch die Fahrt dorthin problemlos zu machen ist, besonders sollte mal ein größerer Einkauf anstehen. Da gibt es einiges an Einsparpotenzial. 

Wie schon erwähnt sind die Kitas bilingual ausgerichtet, sodass es im Alltag des Öfteren passiert, dass eines der Kinder dich auf Dänisch anspricht und etwas fragt. So kam es, dass ich regelmäßig umstehende Kinder oder Kollegen als Übersetzer nutzen musste, was jedoch immer problemlos ging. Mit der Zeit konnte ich das ein oder andere Wort dänisch lernen und mir ansonsten auch viel aus dem Kontext erschließen, da das Dänische viele Überschneidungen mit dem Deutschen und Englischen hat. Die Deutschkenntnisse stiegen allerdings sukzessiv mit dem Alter, sodass ich außerhalb der Krippe in den Räumen der älteren Kinder häufiger deutsch hören konnte. Auch die Kollegen untereinander sprachen zum Großteil auf Deutsch, untereinander sowie mit den Kindern, was mir den Einstieg in der Einrichtung definitiv erleichtert hat. Das Besondere an der Kita war, dass es ein erst Anfang 2019 bezogener Neubau war. Demensprechend war es eine sehr moderne, helle und geräumige Kita, dessen Vorzüge ich sehr zu schätzen lernte. Einer der Schwerpunkte der Konzeption war die Kostpolitik, d.h. es wurde sehr auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung der Kinder geachtet, seien es nun Obst-und Gemüseschalen am Nachmittag oder dem frisch gekochten Essen freitags. Auch die Brotdosen der Kinder waren demensprechend von den Eltern gepackt, mit viel Obst und Gemüse und wenig zuckerhaltigen Speisen. Selbstverständlich gab es auch mal die ein oder andere Abweichung, aber die generelle Leitlinie war eindeutig. Neu war hierbei für mich, dass die Kinder aus diesen Brotdosen frühstückten sowie zu Mittag aßen. Die Eltern haben alle zwei Jahre die Möglichkeit zwischen dieser Option oder einem warmen Essen zu wählen und die Entscheidung fiel auf die Brotdosen. Ein Highlight für mich war das „Julefrokost“ (dän, Jul: Weihnachten, frokost: Mittagessen) mit den Kollegen aller DKS Einrichtungen sowie einige anderer Firmen in einem großen Festsaal. Julefrokost ist ein fester Bestandteil der dänischen Advents- und Weihnachtszeit. Hierbei wurde geschlemmt, getrunken, gesungen und getanzt, eine Stimmung die man definitiv einmal erlebt haben muss. 

Kooperationspartner

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